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Gebrauchsanweisung für Starterbatterien

1.  Lagerung und Transport

  • Ungefüllte Starterbatterien bedürfen keiner Wartung. Trocken und kühl (frostfrei) lagern.
  • Gefüllte Starterbatterien spätestens bei einer Säuredichte unter 1,21 kg/l (1,18 kg/1 bei Füllsäure 1,23 kg/l) nachladen. (siehe Punkt 4).
  • Gefüllte Batterien sind aufrecht zu transportieren und zu lagern, da sonst Säure austreten kann.
  • Beim Transport die Batterie gegen Umkippen sichern.

2.  Inbetriebsetzung

  • Ungefüllte, geladene Starterbatterien sind ohne besondere Ladung nach dem Füllen mit Batteriesäure betriebsbereit.
  • Beim Füllen sollte die Temperatur der Batterie und der Säure mindestens 10 °C betragen.
  • Verschlußstopfen abnehmen.
  • Die einzelnen Zellen der Batterie mit Schwefelsäure nach VDE 0510 der Dichte 1,28 kg/1 (für tropische Länder 1,23 kg/l) bis zur max. Säurestandsmarke bzw. 5-15 mm über die Plattenoberkante füllen.
  • Batterie 15 Minuten stehen lassen, mehrmals leicht abkippen und gegebenenfalls Säure nachfüllen.
  • Die Verschlußstopfen fest aufschrauben bzw. eindrücken. Vorhandene Säurespritzer abwischen.
  • Gefüllt gelieferte Batterien sind betriebsbereit.

Hinweis: Gibt die Batterie infolge zu niedriger Temperatur oder ungünstiger Lagerbedingungen keine ausreichende Startleistung ab, so ist die Batterie nachzuladen (siehe Punkt 4).

3.  Einbau in das Fahrzeug

  • Vor dem Ein-und Ausbau der Batterie den Motor und alle Stromverbraucher ausschalten
  • Kurzschlüsse durch Werkzeuge vermeiden.
  • Beim Ausbau zuerst Minuspol (-), dann Pluspol (+) abklemmen.
  • Vor Einbau der Batterie die Stellfläche im Fahrzeug reinigen.
  • Batterie fest verspannen.
  • Batteriepole und Polklemmen reinigen und mit säurefreiem Fett leicht einfetten.
  • Beim Einbau zuerst Pluspol (+), dann Minuspol (-) anklemmen. Auf festen Sitz der Polklemmen achten.

4.  Laden außerhalb des Fahrzeugs

  • Bei Ladung der Batterie mit einem Trafoladegerät sollte die Batterie zum Nachladen ausgebaut werden. Generell sollte jedoch bei Fahrzeugen ab dem Baujahr 2000 keine Batterie mehr abgeklemmt werden, da sonst eventuell gespeicherte Daten von dem Fahrzeug verloren gehen. Letztendlich sollte man daher nur noch prozessgesteuerte Ladegeräte wie z.B. 4Load Batterieladegeräte für eine gefahrlose Ladung benutzen.
  • Batterien dürfen nur mit Gleichstrom geladen werden. Pluspol (+) der Batterie mit Pluspol (+) des Ladegerätes und Minuspol (-) der Batterie mit dem Minuspol  des Ladegerätes verbinden.
  • Das Ladegerät erst nach Anschluß der Batterie einschalten. Bei Ende der Ladung erst das Ladegerät ausschalten.
  • Als Ladestrom wird ein Zehntel der Kapazität empfohlen (z.B. 44 Ah = 4,4 A Ladestrom).
  • Die Säuretemperatur darf während des Ladens 55 °C nicht überschreiten. Bei Überschreitung ist die Ladung zu unterbrechen.
  • Der Vollladezustand ist erreicht, wenn die Säuredichte und die Ladespannung innerhalb von zwei Stunden nicht mehr ansteigen. 
  • Nach der Ladung den Säurestand kontrollieren und, falls erforderlich, entsalztes oder destilliertes Wasser bis zur max. Säurestandsmarke bzw. 15 mm über die Plattenoberkante auffüllen.
  • Beim Laden für gute Belüftung sorgen.

5.  Wartung

Um eine lange Lebensdauer der Batterie zu gewährleisten, sollten Sie folgende Hinweise beachten :

  • Die Oberfläche der Batterie sauber und trocken halten.
  • Säurestand regelmäßig überprüfen und, falls erforderlich, gereinigtes Wasser nachfüllen. Niemals Säure nachfüllen. Bei hohem Wasserverlust sollte die Reglerspannung von einem Fachmann überprüft werden.
  • Der Ladezustand der Batterie kann durch eine Säuredichtemessung überprüft werden. Liegt die Säuredichte unter 1,21 kg/1 (bzw. 1,18 kg/1 bei Füllsäure 1,23 kg/I), ist die Batterie nachzuladen (siehe Punkt 4). Bei dieser Säuredichte ist die Batterie bis -15 °C gegen Einfrieren geschützt (bei 1,28 kg/1 bis -70 °C).

6.  Starthilfe

  • Nur genormte Starthilfekabel (zum Beispiel nach DIN 72553) verwenden. Gebrauchsanweisung Starthilfekabel beachten.
  • Nur Batterien gleicher Nennspannung verbinden.
  • Anklemmen : Beide Motoren aus. Zuerst die beiden Pluspole , dann den Minuspol der geladenen Batterie mit einer metallisch blanken Stelle am hilfsbedürftigen Kraftfahrzeug  abseits von der Batterie verbinden. (Gegebenenfalls Hinweise des Fahrzeugherstellers beachten ).

7.  Außerbetriebssetzung

  • Batterie laden (siehe Punkt 4) und kühl lagern.
  • Falls die Batterie im Fahrzeug verbleibt, Minusklemme abnehmen.
  • Ladezustand regelmäßig prüfen (siehe Punkt 5).
     

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