Kategorien
Mehr über...
Frequently Ask Question
Fragen und Antworten
- Einsatzgebiete von Batterien
- Umgang mit Batterien
- Inbetriebsetzung von Batterien
- Ein- und Ausbau einer Batterie
- Prüfen einer Batterie
- Warum müssen Starterbatterien geladen werden?
- Infos zur Starterbatterie 56318
► zu 1.: Einsatzgebiete von Batterien
Im Kraftfahrzeug:
⇒ Einsatz von Starterbatterien
- muss zum Anlassen kurzzeitig hohe Ströme von bis zu mehreren 100 Ampere liefern
- Batterie muss diesen Strom auch im Winter bei niedrigen Temperaturen liefern
- elektrische Spannung darf während des Startvorgangs nicht zu stark abfallen, daher ist ein geringer elektrischer Innenwiderstand notwendig
Hier gelangen Sie zu unseren Starterbatterien. 
Für Antrieb und Beleuchtung:
⇒ Antriebsbatterien, keine Starterbatterien zu Versorgungszwecken nutzen!!
Man sollte für den Antrieb und die Beleuchtung nur Batterien verwenden, die für diesen Zweck bestimmt sind, also keine Starterbatterien sondern Antriebsbatterien.
Hierbei ist es wichtig die richtige Kapazität für ihre Bedürfnisse zu ermitteln, damit die richtige Batterie zum Einsatz kommt. Hierzu gibt es eine Formel, die folgendermaßen lautet:
Leistung (Watt) / Spannung (Volt) = Stromaufnahme (Ampere)
Stromaufnahme (Ampere) x Versorgungszeit (Stunden) = Kapazitätsbedarf in Ampere-Stunden
Hier gelangen Sie zu unseren Antriebsbatterien. 
► zu 2.: Umgang mit Batterien
- Batterien sollten trocken und kühl (frostfrei) gelagert werden, nicht feucht (entfällt nur bei wasserdicht verpackten Batterien)
- Nur Batterien derselben Hersteller verwenden und kombinieren Sie nicht alte und neue Batterien
- Falls Sie eine Batterie aufladen möchten, bitte die Anweisungen der Hersteller befolgen.
- Batterien nie kurz schließen
- Batterien auf keinen Fall ins Feuer werfen, generell von Feuer fern halten.
- Kinder von Säure und Batterien fern halten.
- Batterien ihrer Polarität entsprechend einsetzen.
- Gefüllte Batterien sind aufrecht zu transportieren und zu lagern, da sonst Säure austreten kann. Beim Transport die Batterie gegen Umkippen sichern.
Weitere Infos unter der Rubrik Harnwinweise. 
►zu 3.: Inbetriebsetzung von Batterien
- Bereits mit Säure gefüllte Batterien sind betriebsbereit.
- Beim Füllen sollte die Temperatur der Batterie und der Säure mindestens 10°C betragen.
- Als erstes Verschlußstopfen abnehmen
- Die einzelnen Zellen der Batterie mit Schwefelsäure nach VDE 0510 der Dichte 1,28 kg/l (für tropische Länder 1,23 kg/l bis zur max. Säurestandsmarke bzw. 5-15 mm über die Plattenoberkante füllen.
- Aufgefüllte Batterie nach 15 Minuten mehrmals leicht ankippen und gegeben falls Säure nachfüllen.
- Die Verschlußstopfen fest aufschrauben bzw. eindrücken. Vorhandene Säurespritzer abwischen.
- Ungefüllte, geladene Batterien sind ohne besondere Ladung nach dem Füllen mit Batteriesäure betriebsbereit.
►zu 4.: Ein- und Ausbau einer Batterie
Wichtig: Bitte immer vor dem Ein- bzw. Ausbau der Batterie beachten, dass aufgrund der unterbrochenen Stromversorgung Speicherungen der Radiodaten, des Bordcomputers oder anderen Geräten verloren gehen können. Es ist daher sinnvoll immer zuerst die Bedienungsanleitung des Fahrzeugs zu lesen, bevor mit dem Ein bzw. Ausbau begonnen wird.
- Vor dem Ein- bzw. Ausbau der Batterie den Motor sowie alle Stromverbraucher ausschalten.
- Kurzschlüsse z.B. durch Werkzeuge vermeiden.
- Beim Ausbau zuerst Minuspol (-), dann Pluspol (+) abklemmen.
- Vor Einbau der Batterie die Stellfläche im Fahrzeug reinigen und mögliche Fremdkörper beseitigen.
- Batterie nach dem Einsetzen fest verspannen.
- Batteriepole und Polklemmen reinigen und mit säurefreiem Fett (Polfett) leicht einfetten.
- Beim Einbau zuerst Pluspol (+), dann Minuspol (-) anklemmen.
- Auf festen Sitz der Polklemmen achten.
Anbauteile wie Polabdeckungen, Winkelstücke, Blindstopfen, Schlauchanschluss, Entgasungsbehälter und Polklemmhalter von der ausgetauschten Batterie übertragen.
►zu 5.: Prüfen einer Batterie
Die Batterie sollte von Zeit zu Zeit überprüft werden, damit man nicht unverhofft durch eine leere Batterie überrascht wird. Die Prüfung ist besonders wichtig, wenn die Batterie längere Zeit gestanden ist, nach der Winterpause oder nachdem man eine neue Batterie eingebaut hat.
Spannungsprüfung:
Mit einer einfachen Spannungsmessung lässt sich der Zustand einer Batterie nicht korrekt feststellen, denn auch eine komplett leere Batterie zeigt dabei meist 12 bis 13 Volt (oder 6 bis 6,5 Volt) an. Das Ergebnis ist nicht aussagekräftig genug. Am besten kann daher der Zustand einer Batterie unter Last festgestellt werden.
Bitte beachten: Man sollte mit der Prüfung bis mindestens 10 Minuten nach Abschalten des Motors warten. Bei vorheriger Aufladung mit einem Batterieladegerät sollten 20 Minuten bis zur Prüfung vergehen. Als Messmittel sollte am besten ein Intact-Batterietestgerät verwenden werden (siehe rechts, auf der Homepage unter Kategorie Lade- und Testgeräte zu finden). Es kann auch ein Multimeter oder Elektriktester verwendet werden.
Spannungsprüfung ohne Last:
Aussagekräftig ist dieser Test nicht. Er eignet sich nur dazu eine schnelle Kontrolle der Batterie, die Winterschlaf hält, durchzuführen. Um eine möglichst genaue Aussage treffen zu können, sollte die Batterie mindestens 3 Stunden vorher nicht geladen worden sein.
Spannungsprüfung unter Last:
Voraussetzung für diesen Test ist, dass die Prüfung mit einem Batteriesäuretester eine Säuredichte von mindestens 1,2 – 1,24 in allen Zellen ergibt, d.h. dass die Batterie zu ca. 50% geladen ist.
Anschließend zieht man die Zündkabel von den Zündkerzen oder Zündspulen ab und stellt das Messgerät auf Spannungsanzeige. Das rote Kabel mit dem Pluspol (+) und das schwarze Kabel mit dem Minuspol (-) verbinden. Jetzt muss der Verbraucher eingeschaltet werden, z.B. der Scheinwerfer. Betätigen Sie den Anlasser für ca. 5-8 Sekunden (nicht viel länger) und beobachten Sie dabei die Spannungsanzeige Ihres Messgerätes.
12 Volt Batterie:
Anzeige von 9 – 12 Volt ⇒ Batterie ist in Ordnung
Anzeige von weniger als 9 Volt ⇒ Batterie ist nicht mehr in Ordnung
6 Volt Batterie:
Anzeige von 4,5 – 6 Volt ⇒ Batterie ist in Ordnung
Anzeige von weniger als 4,5 Volt ⇒ Batterie ist nicht mehr in Ordnung
Batteriesäureprüfung:
Sehr einfach und aussagekräftig ist ein Batterietest mit einem Säuretester auch Hydrometer genannt (siehe rechts, finden Sie auf unserer Homepage unter der Kategorie Zubehör), der die spezifische Dichte der Säure misst.
Bitte die Säureprüfung sehr vorsichtig und sorgfältig durchführen, da Batteriesäure stark ätzend ist.
Gehen Sie folgendermaßen vor:
- Schalten Sie zuerst alle Verbraucher ab
- Als nächstes die Batterie ausbauen
- Nun alle Verschlussstopfen entfernen
- Den Säureheber in die Verschlussstopfen stecken und aus der ersten Zelle Säure ansaugen. Es gibt Säuretester mit Schwimmkugeln und solche mit einem Schwimmer und einer Messskala. So viel Säure ansaugen, dass die Messelemente frei schwimmen.
- Jetzt kann der Stand abgelesen werden.
- Zuletzt die Säure wieder komplett aus dem Säureheber heraus drücken.
- Diese Messung gleichermaßen an allen anderen Zellen durchführen.
Die Deutung der Messergebnisse bitte aus der Dokumentation Ihres Säuretesters entnehmen, da diese stark zwischen den unterschiedlichen Testern variiert.
Für die Prüfung Ihrer Batterie können Sie folgendes Prüfprotokoll verwenden.
Prüfprotokoll für Batterien (PDF, Größe ca. 34KB)
► zu 6.: Warum müssen Starterbatterien geladen werden?
Kennen Sie folgendes Problem?
Es ist Winterzeit, frühmorgens, die Zeit drängt schon. Man steigt in sein Auto ein und möchte starten, aber dann ..... klack, klack, klack, nichts passiert.
Kennen Sie die Ursache?
Sie denken sich: Es ist sicher die Batterie.
In diesem Moment fallen einem alle Schimpfwörter ein, die man so kennt.
Kennen Sie die Ursache wirklich?
- Sie fahren viel Kurzstrecke?
- Haben Sie vielleicht auch noch ein paar Verbraucher dazu eingeschaltet?
z.B. Heizung/Lüftung/Klimaanlage, Licht/Nebelscheinwerfer/Innenbeleuchtung, Scheibenwischer, Außenspiegel-/Heckscheibenheizung, Sitzheitzung, Standheitzung, Radio/Audioanlage, Navigationssystem, Freisprecheinrichtung oder Alarmanlage
Wussten Sie, dass der Strombedarf der Fahrzeuge in den letzten 10 Jahren um ca. 800% gestiegen ist?
Wussten Sie, dass in Ihrem Fahrzeug bis zu 90 Steuergeräte verbaut sind?
Wussten Sie, dass alleine das Aufsperren des Fahrzeuges oder das Öffnen einer Türe alle Steuergeräte in Gang setzt und somit Strom aus der Batterie verbraucht?
Wussten Sie, dass die Steuergeräte in den Fahrzeugen erst nach 15-20 Minuten in den "Sleep-Modus" gehen und erst dann keinen Strom mehr benötigen?
Wussten Sie, dass die Lichtmaschine während der Fahrt vorrangig den Strombedarf der Verbraucher deckt und die Batterie dann nur kaum geladen wird? (extrem bei Kurzstreckenfahrten)
Und wann wird Ihre Batterie geladen???
Deshalb sollten Sie Ihre Batterie mindestens 2-3 mal im Jahr mit einem geeigneten Ladegerät wieder voll laden! Geeignete Ladegeräte für Ihre Starterbatterien finden Sie hier.
► zu 7.: Info über die Anwendung der Type 56318, 300A (DIN) 510A (EN)
Grundsätzlich ist die Batterie 56318 eine reine VW – Audi Type. Laut dem eparts – Teilekatalog sollte sie ausschließlich in Benzinmotoren verbaut werden, hauptsächlich in die 5 Zyl. Modelle. Für die Dieselmotoren ab 1,5 ltr (Golf) ab Baujahr 1975 muss die leistungsstärkere Variante 56420 mit 380 A (DIN) 640 A (EN) verbaut werden.
Deshalb muss beim Kauf einer 63 AH Batterie für einen Golf immer hinterfragt werden ob ein Diesel oder Benziner vorliegt, den
Diesel: nur die Type 56420 mit 380 A (DIN) 640 A (EN)
Benziner: Type 56318 mit 300 A (DIN) 510 A (EN)
Hintergrund:
Es gibt hier immer wieder Irritationen, da Original beide Batterien mit 63 AH verbaut wurden, einmal die 56318 mit 300 A im Benziner und die 56320 mit 380 A im Diesel. Im freien Teilehandel ist der Ersatz für die 56320, die 56420.
Wenn man nun bedenkt, wie groß der Anteil der 5 Zyl. Benziner heute noch ist, im Verhältnis der Diesel Golf & Co., dann müsste der Anteil der 56420 (für Diesel) am Markt um ein vieles höher sein als der, der 56318 (nur Benziner).
In der Tat ist jedoch das Verhältnis eher anders herum.
Auf der anderen Seite müssen wir immer wieder feststellen, dass Batterien des Typs 56318 reklamiert werden, da die Startleistung nicht ausreicht. Die Batterien waren dann meist in einem Golf Diesel verbaut.
Fügen wir jetzt alle einfließenden Faktoren zusammen – zu geringe Startleistung 300 A statt die benötigten 380 A, Verlust nach 1,5 Jahren Betrieb von ca. 15% und dann noch die niedrigen Temperaturen der Winterzeit – dann ist es nicht verwunderlich, dass die Startleistung in dem Diesel nicht mehr ausreicht, obwohl die Batterie keinen Fehler aufweist. Die oft schlechtere Startwilligkeit dieser schon älteren Fahrzeuge ist noch gar nicht mit einbezogen.
Der tägliche Ablauf ist meist der gleiche. Der Kunde verlangt nach einer 63 AH Batterie für einen Golf – selbst für langjährig erfahrene Verkäufer ist das eine 56318 – und der Kunde bekommt eine falsche Batterie wenn er einen Diesel hat.
Deshalb immer beachten ob der Kunde einen Diesel hat, denn dann ist es die Type 56420 anstatt der 56318 (nur Benziner).
